{"id":280,"date":"2013-02-04T12:25:26","date_gmt":"2013-02-04T12:25:26","guid":{"rendered":"https:\/\/radhe-syama.ch\/wordpress\/?p=280"},"modified":"2013-02-04T15:09:22","modified_gmt":"2013-02-04T15:09:22","slug":"filmephilosophie-the-matrix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radhe-syama.ch\/wordpress\/filmephilosophie-the-matrix\/","title":{"rendered":"film&#038;philosophie: the matrix"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die vom Einfluss des falschen Ego verwirrte spirituelle Seele h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr den Ausf\u00fchrenden von T\u00e4tigkeiten, die in Wirklichkeit von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgef\u00fchrt werden (Bg 3.27).<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Gedanken in diesem Vers aus der Bhagavad-gita (Bg) k\u00f6nnten f\u00fcr den Kinofilm \u201cThe Matrix\u201d Pate gestanden haben. Die Rolle der drei Erscheinungsweisen wird in diesem Film von einem monstr\u00f6sen Computerprogramm \u2013 der Matrix \u2013 gespielt, an dem alle Menschen (die verwirrten Seelen) unwissentlich angeschlossen sind und dadurch glauben, ein ganz normales Leben im Jahre 1999 zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Die verwirrte Seele<\/strong><br \/>\nDer Held im Film ist ein Computerfreak, ein Hacker, der \u00fcber das Internet pl\u00f6tzlich geheimnisvolle Botschaften erh\u00e4lt. Mehr und mehr kommt er zur Gewissheit, dass da etwas faul ist. Scheinbar interessieren sich verschiedene Seiten f\u00fcr ihn. Der Held hat keine Ahnung, weshalb, und vor allem weiss er nicht recht, welcher Seite er vertrauen soll \u2013 er ist v\u00f6llig verwirrt&#8230;<\/p>\n<p><strong>Die erleuchtete Seele<\/strong><br \/>\nEin paar Menschen im Film haben den Durchblick und weihen den Helden in eine grausige Wahrheit ein: Unsere vermeintlich wirkliche Welt, in der wir tagein und tagaus leben und Frustrationen und Freuden erleben, ist nichts anderes als ein Computerprogramm, an das wir alle angeschlossen sind und das uns die Welt in unseren K\u00f6pfen vorgaukelt, indem das Progamm einfach die entsprechenden Gehirnstr\u00f6me f\u00fcr bestimmte menschliche Wahrnehmungen und Empfindungen produziert.<\/p>\n<p><em><strong>Diejenigen mit der Sicht der Ewigkeit sehen, dass die unverg\u00e4ngliche Seele transzendental und ewig ist und sich jenseits der Erscheinungsweisen der Natur befindet. Trotz ihres Kontaktes mit dem materiellen K\u00f6rper tut die Seele nichts und ist auch nicht verstrickt (Bg 13.32).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Die \u201cschreckliche\u201d Wahrheit<\/strong><br \/>\nIn Wirklichkeit liegt praktisch die gesamte Menschheit in unermesslichen Energieproduktions-Batterien, jeder einzeln in einem sarg\u00e4hnlichen Glastank, angeschlossen an zahlreiche Kabel und Schl\u00e4uche und \u2013 zwecks filmtechnischen Grusels \u2013 eingepackt in einer schleimigen Masse.<\/p>\n<p><em><strong>Der H\u00f6chste Herr weilt im Herzen ein jeden und lenkt die Wege aller Lebewesen, die sich auf einer Maschine befinden, die aus materieller Energie besteht (Bg 18.61).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Die verf\u00fchrte Menschheit<\/strong><br \/>\nSo vegetieren die Menschen vor sich hin und liefern ihre Energie in Form von K\u00f6rperw\u00e4rme und Gehirnstr\u00f6men ab, w\u00e4hrend in ihren K\u00f6pfen das Programm der \u201cWirklichkeit\u201d abl\u00e4uft und ihnen ein \u201cwahres Leben\u201d vorgaukelt.<\/p>\n<p><em><strong>T\u00f6richte Menschen k\u00f6nnen nicht verstehen, wie ein Lebewesen seinen K\u00f6rper verl\u00e4sst, und sie k\u00f6nnen nicht verstehen, welche Art von K\u00f6rper es im Banne der Erscheinungsweisen der Natur geniesst. Doch jemand, dessen Augen im Wissen geschult sind, kann all dies sehen. Die strebenden Transzendentalisten, die in Selbstverwirklichung verankert sind, k\u00f6nnen all dies deutlich erkennen. Doch diejenigen, die im Bewusstsein nicht fortgeschritten und die nicht selbstverwirklicht sind, k\u00f6nnen nicht sehen, was vor sich geht, auch wenn sie sich darum bem\u00fchen (Bg 15.10-11)<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p>Bruchst\u00fcckhaft muss man sich die Geschichte dieser grausigen Wirklichkeit selber zusammenreimen: Es waren die Computer, ausgestattet mit einem immer h\u00f6heren Grad an k\u00fcnstlicher Intelligenz, die eines Tages die Weltkontrolle \u00fcbernommen haben. Die Menschen versuchten offenbar, den machthungrigen Computern den Energiehahn abzudrehen, indem sie das Sonnenlicht vom Himmel bannten (mit Atomexplosionen?). Die Maschinen entdeckten in der Folge den menschlichen K\u00f6rper als Energiequelle. Was braucht der Mensch zum Leben? Der Mensch ist ein komplexes, hochentwickeltes Wesen, das man nicht einfach einsperren und zwecks Energieproduktion an Dr\u00e4hte anschliessen kann. Der Mensch f\u00fchrt sein Leben auf einer sinnlichen, einer emotionalen und einer intellektuellen Ebene.<\/p>\n<p><em><strong>Die aktiven Sinne sind der leblosen Materie \u00fcbergeordnet, der Geist steht \u00fcber den Sinnen, die Intelligenz steht \u00fcber dem Geist, und die Seele steht sogar noch \u00fcber der Intelligenz (Bg 3.42).<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der Geist muss besch\u00e4ftigt sein! Damit der Mensch fleissig K\u00f6rperw\u00e4rme und Gehirnstr\u00f6me produziert, muss in seinem Geist etwas ablaufen, das ihn besch\u00e4ftigt, das ihn \u201cgl\u00fccklich\u201d macht. Also programmieren die Maschinen kurzerhand ein Gehirnstrom-Abbild der Welt, wie sie 1999 war, und schliessen alle Menschen, die auf riesigen Zuchtfarmen in Reagenzgl\u00e4sern herangezogen werden, ans Programm an. Diesen programmierten Vorg\u00e4ngen in ihrem Geist sind die Menschen ausgeliefert, denn sie werden nicht als ein Programm wahrgenommen, sondern als \u201cdas Leben\u201d selbst.<\/p>\n<p><em><strong>Denn der Geist ist ruhelos, st\u00fcrmisch und sehr stark. Ihn zu bezwingen ist schwieriger, als den Wind zu beherrschen (Bg 6.34).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Ein kontrollierter Geist bringt Befreiung<\/strong><br \/>\nEinige Rebellen entkommen der Machtergreifung durch die Maschinen und versuchen nun, andere Menschen aus ihrer Illusion in den schleimigen Glass\u00e4rgen aufzuwecken, indem sie sich in die Matrix hacken und die Illusion zerplatzen lassen.<\/p>\n<p><em><strong>Man sollte sich mit Hilfe des Geistes befreien und nicht erniedrigen. Der Geist ist der Freund der bedingten Seele, aber auch ihr Feind (Bg 6.5). <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Wohin auch immer der Geist aufgrund seiner flatterhaften und unsteten Natur wandert, man muss ihn auf jeden Fall zur\u00fcckziehen und wieder unter die Herrschaft des Selbst bringen (Bg 6.26).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Mensch auf der spirituellen Suche<\/strong><br \/>\nSobald ein Mensch aus seiner programmierten Illusion erwacht, wird er von den spinnenartigen Robot-W\u00e4chtern als Fremdk\u00f6rper erkannt, herausgepfl\u00fcckt und den Abfluss hinuntergesp\u00fclt. Unten warten jedoch die Rebellen, zusammen mit ihrem Anf\u00fchrer und Guru Orpheus, nehmen die Erwachten in ihr U-Boot auf und beginnen, sie \u00fcber die Wahrheit aufzukl\u00e4ren und zum Kampf gegen die Illusion auszubilden.<\/p>\n<p><em><strong>Versuche die Wahrheit zu erfahren, indem du dich an einen spirituellen Meister wendest. Stelle ihm in ergebener Haltung Fragen und diene ihm. Die selbstverwirklichten Seelen k\u00f6nnen dir Wissen offenbaren, weil sie die Wahrheit gesehen haben (Bg 4.34).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Der lange Weg zum Spiritualisten<\/strong><br \/>\nDie Schulung, um den Kampf in der Cyberwelt gegen die Computer aufzunehmen, ist lang und hart. Ist die Ausbildung abgeschlossen, folgt eine verwirrende Jagd durch Wirklichkeit und Cyber-Welt, wo unverletzliche Cyber-Agenten lauern. Wenn\u00b4s zu brenzlig wird, hilft nur die manchmal schwierige Flucht aus der Cyber-Welt in die tr\u00fcbe Wirklichkeit zur\u00fcck.<\/p>\n<p><em><strong>Ein Mensch im g\u00f6ttlichen Bewusstsein weiss im Innern stets, dass er in Wirklichkeit nicht handelt, obwohl er sieht, h\u00f6rt, ber\u00fchrt, riecht, isst, sich bewegt, schl\u00e4ft und atmet. Denn w\u00e4hrend er spricht, sich entleert, etwas annimmt, seine Augen \u00f6ffnet oder schliesst, weiss er immer, dass nur die materiellen Sinne mit ihren Objekten besch\u00e4ftigt sind und dass er selbst dar\u00fcber steht (Bg 5.8-9).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Andere K\u00f6rper \u2013 andere Programme<\/strong><br \/>\nAll dies geschieht, w\u00e4hrend die Cyber-K\u00e4mpfer auf einem Stuhl angeschnallt liegen und das Hirn mit verschiedenen Computerprogrammen geladen und entladen wird.<\/p>\n<p><em><strong>Das Lebewesen in der materiellen Welt tr\u00e4gt seine verschiedenen Lebensauffassungen von einem K\u00f6rper zum anderen, so wie die Luft D\u00fcfte mit sich tr\u00e4gt. So nimmt es eine Art von K\u00f6rper an und gibt ihn wieder auf, um einen anderen anzunehmen. Das Lebewesen, das auf diese Weise einen weiteren materiellen K\u00f6rper annimmt, erh\u00e4lt eine bestimmte Art von Ohren, Augen, Zunge, Nase und Tastsinn, die um den Geist gruppiert sind. So geniesst es eine bestimmte Art von Sinnesobjekten (Bg 15.8-9).<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Was ich nicht weiss&#8230;<\/strong><br \/>\nDa gibt es auch den abtr\u00fcnnigen Rebellen, der lieber wieder in die sch\u00f6ne Illusion der Cyberwelt abtauchen m\u00f6chte, denn die neue Realit\u00e4t der Welt ist ihm zu tr\u00fcbe, und er kommt zum Schluss: Ignorance is bliss!<\/p>\n<p><em><strong>Wisse, dass die Erscheinungsweise der Dunkelheit, geboren aus Unwissenheit, die T\u00e4uschung aller verk\u00f6rperten Lebewesen verursacht. Die Folgen der Unwissenheit \u2013 Verr\u00fccktheit, Tr\u00e4gheit und \u00fcberm\u00e4ssiger Schlaf \u2013 binden die bedingte Seele (Bg 14.8).<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Aber auch einer der Agenten der Computergehirne, ein reines Cyberwesen, unverletzlich, da nur programmiert, freakt aus, wegen den vielen allzu menschlichen Dingen, mit denen er sich herumschlagen muss, wie zum Beispiel der menschliche Angstschweissgeruch des gefangenen Rebellen. Er will in seinem Cyber-Dasein keinen Kontakt mehr mit Menschen und deren Verhalten haben m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Mystische Kr\u00e4fte durch Weisheit<\/strong><br \/>\nDer Held, ein Messias im Cyberspace, der die Matrix knacken soll, muss lernen, in allen Situationen das Bewusstsein zu bewahren, dass die Matrix nur eine vermeintliche Wirklichkeit ist. Er muss an sich und die Realit\u00e4t glauben.<\/p>\n<p><em><strong>Wer Erleuchtung, Anhaftung und T\u00e4uschung weder hasst, wenn sie auftreten, noch nach ihnen verlangt, wenn sie vergehen; wer trotz all dieser Reaktionen der materiellen Erscheinungsweisen unersch\u00fctterlich und unber\u00fchrt bleibt und seine neutrale, transzendentale Stellung beibeh\u00e4lt, da er versteht, dass allein die Erscheinungweisen wirken; wer im Selbst verankert ist und zwischen Gl\u00fcck und Leid keinen Unterschied macht; wer einen Klumpen Erde, einen Stein und ein St\u00fcck Gold mit gleichen Augen sieht; wer erw\u00fcnschte und unerw\u00fcnschte Dinge als gleich erachtet; wer stetig ist und bei Lob und Beleidigung, Ehre und Schmach gleichermassen unber\u00fchrt bleibt; wer Freund und Feind gleich behandelt und allen materiellen T\u00e4tigkeiten entsagt hat \u2013 von einem solchen Menschen sagt man, er habe die Erscheinungsweisen der Natur transzendiert (Bg 14.22-25).<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Als er beginnt dieses Bewusstsein zu entwickeln, entstehen \u201cmystische\u201d Kr\u00e4fte. Er hat nun verwirklicht, dass die Kugeln aus den Waffen der Cyber-Agenten nur Cyber-Munition ist und er sich im Cyber-Space und nicht in der Wirklichkeit befindet. (It\u00b4s all in the mind!) Da er dies verwirklicht hat, kann ihn die Cyberwelt nicht mehr ber\u00fchren, und mittels seiner mentalen Kraft bringt er nun sogar die unverletzlichen Cyber-Agenten arg ins Schleudern&#8230;<\/p>\n<p><em><strong>Wenn es dem verk\u00f6rperten Wesen gelingt, die drei Erscheinungsweisen zu transzendieren, kann es von Geburt, Tod, Alter und den dazugeh\u00f6rigen Leiden frei werden und bereits in diesem Leben Nektar geniessen (Bg 14.20).<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vom Einfluss des falschen Ego verwirrte spirituelle Seele h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr den Ausf\u00fchrenden von T\u00e4tigkeiten, die in Wirklichkeit von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgef\u00fchrt werden (Bg 3.27). Die Gedanken in diesem Vers aus der Bhagavad-gita (Bg) k\u00f6nnten f\u00fcr den Kinofilm \u201cThe Matrix\u201d Pate gestanden haben. 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