{"id":289,"date":"2013-02-04T14:40:20","date_gmt":"2013-02-04T14:40:20","guid":{"rendered":"https:\/\/radhe-syama.ch\/wordpress\/?p=289"},"modified":"2013-02-04T14:43:36","modified_gmt":"2013-02-04T14:43:36","slug":"filmphilosophie-cube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radhe-syama.ch\/wordpress\/filmphilosophie-cube\/","title":{"rendered":"film&#038;philosophie: cube"},"content":{"rendered":"<p>Das Leben kann ganz sch\u00f6n hart sein \u2013 manchmal wenigstens. Klar, es hat seine guten und sch\u00f6nen Seiten, aber meistens sind wir damit besch\u00e4ftigt, es zu nehmen wie\u00b4s kommt, es positiv zu sehen, uns nicht unterkriegen zu lassen, den Kopf hoch und die Ohren steif zu halten, und wenn\u00b4s ganz dick kommt, es auch noch so zu machen wie die Sonnenuhr&#8230; (der Spruch ist nun wirklich unzumutbar).<\/p>\n<p>Materiell pessimistisch \u2013 spirituell optimistisch: Diese Formel hat Srila Prabhupada manchmal erw\u00e4hnt, und auch im Srimad- Bhagavatam, scheint diese Lebensformel immer wieder durch. Der hingebungsvolle Dienst an Krishna wird als das h\u00f6chste erstrebenswerte Gl\u00fcck f\u00fcr ein Lebewesen beschrieben, w\u00e4hrend das Leben in der materiellen Welt nicht sehr verlockend erscheint. Die folgende Passage im Srimad-Bhagavatam hebt beispielsweise die materiell-pessimistische Seite des Lebens in der Welt der Dinge besonders hervor:<\/p>\n<p><strong><em>Als K\u00f6nig Pariksit Sukadeva Goswami \u00fcber die direkte Bedeutung des materiellen Waldes befragte, gab Sukadeva folgende Anwort: <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Mein lieber K\u00f6nig, ein Mann, der dem Stand der Kaufleute angeh\u00f6rt, ist immer daran interessiert, Geld zu verdienen. Manchmal geht er in den Wald und holt dort einige billige Waren wie Holz und Erde, um sie in der Stadt zu hohen Preisen zu verkaufen. In \u00e4hnlicher Weise begibt sich die bedingte Seele, von Begierde getrieben, in die materielle Welt, um dort materiellen Gewinn zu erzielen. Allm\u00e4hlich kommt sie immer tiefer in den Wald hinein und weiss schliesslich nicht mehr, wie sie wieder herausgelangen kann. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Im Wald des materiellen Daseins sind die unbeherrschten Sinne wie R\u00e4uber, die die bedingte Seele zwingen, ihr bisschen erworbenes Geld unn\u00f6tigerweise f\u00fcr Sehen, Schmecken, Riechen, Ber\u00fchren, H\u00f6ren, Verlangen und W\u00fcnschen auszugeben. Auf diese Weise wird die bedingte Seele gezwungen, ihre Sinne zu befriedigen, und gibt ihr ganzes Geld aus. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Das Lebewesen ist hinter dem gelben Kot her, der als Gold bezeichnet wird. Dieses Gold ist die Quelle von materiellem Reichtum und Neid, und so wird das Lebewesen von der Farbe des Goldes angelockt, genau wie ein frierender Mann im Wald einem phosphoreszierenden Licht im Sumpf nachl\u00e4uft, weil er es f\u00fcr w\u00e4rmendes Feuer h\u00e4lt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> Manchmal ist die bedingte Seele darin vertieft, Unterk\u00fcnfte oder Wohnungen sowie einen Wasservorrat und Besitzt\u00fcmer f\u00fcr die Erhaltung des K\u00f6rpers zu beschaffen. Ganz darin versunken, eine Vielzahl von Notwendigkeiten zu erwerben, vergisst sie alles und rennt fortw\u00e4hrend im Wald des materiellen Daseins hin und her. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Manchmal leidet die bedingte Seele sehr, weil sie von ihren Feinden und von Regierungsbeamten beschimpft und bedroht wird. Dieser Tadel kann mit st\u00f6renden Ger\u00e4uschen verglichen werden, die von Eulen und Grillen produziert werden.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> Regierungsbeamte sind wie lauernde Menschenfresser im Wald, die allen Reichtum wegnehmen, den die bedingte Seele sich ein Leben lang zusammengespart hat.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Wenn es der bedingten Seele nicht gelingt, f\u00fcr ihren eigenen Unterhalt zu sorgen, obwohl sie andere ausbeutet, versucht sie, ihren eigenen Vater oder Sohn auszubeuten, indem sie die Besitzt\u00fcmer dieses Verwandten stiehlt. Wenn es ihr nicht gelingt, von ihrem Vater, ihrem Sohn oder anderen Verwandten etwas zu bekommen, macht sie nicht davor Halt, ihnen alle Arten von Leid zuzuf\u00fcgen. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Familienangeh\u00f6rige verhalten sich wie Tiger und Schakale, die auch dem wachsamen Hirten die Schafe reissen. Ein geiziger Mann m\u00f6chte sein Geld sehr sorgsam beh\u00fcten, doch seine Familienangeh\u00f6rigen nehmen ihm all seine G\u00fcter gewaltsam weg, auch wenn er sehr wachsam ist. Von der Python des Schlafes verschlungen, bleibt die bedingte Seele immer in der Dunkelheit der Unwissenheit und kann nicht verstehen, was im Leben vor sich geht. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Was Geldgesch\u00e4fte betrifft, so werden zwei Menschen schon Feinde, wenn der eine den anderen um einen Heller betr\u00fcgt. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Selbst wenn Menschen Feinde sind, heiraten sie manchmal, um sich ihre W\u00fcnsche immer wieder zu erf\u00fcllen. Ungl\u00fcckseligerweise halten diese Ehen nicht sehr lange, und die Beteiligten trennen sich wieder durch Scheidung oder auf andere Art und Weise.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> Aufgrund der frommen Taten in fr\u00fcheren Leben bekommt die bedingte Seele in diesem Leben materielle Verg\u00fcnstigungen, doch wenn diese ersch\u00f6pft sind, sucht sie Zuflucht bei Reichtum und Besitzt\u00fcmern, die ihr weder in diesem noch im n\u00e4chsten Leben helfen k\u00f6nnen. Aus diesem Grund wendet sie sich an die lebenden Toten, die diese Dinge besitzen. Solche Menschen werden mit unn\u00fctzen B\u00e4umen, Kletterpflanzen und Brunnen mit giftigem Wasser verglichen. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Neidische Menschen werden mit giftigen Schlangen verglichen, die die bedingte Seele von ihrer sozialen Position st\u00fcrzen. Sie wird ver\u00e4ngstigt und kann nicht mehr richtig schlafen. Sie wird immer ungl\u00fccklicher und verliert Intelligenz und Bewusstsein. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Alles in allem ist die bedingte Seele ausserstande, sich gegen die dreifachen Leiden der drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur zu wehren, und sie lebt ein Leben des Wehklagens. Die dreifachen Leiden sind Leiden durch h\u00f6here Naturgewalten, Leiden verursacht von anderen Lebewesen und Leiden, die ihre Ursache im eigenen Geist und K\u00f6rper haben (Ausz\u00fcge SB 5. Canto, 14. Kapitel).<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong> \u201cCube\u201d \u2013 \u201cW\u00fcrfel\u201d ist der Titel eines Films, der viele Parallelen zur Beschreibung des materiellen Lebens im Srimad-Bhagavatam aufweist.<\/strong><\/p>\n<p>So, wie das Lebewesen im dichten Wald des materiellen Lebens umherirrt und nicht weiss, wie ihm geschieht, finden sich im Film \u201cCube\u201d nach und nach sieben Menschen in einem Kubus wieder. Sie k\u00f6nnen sich nicht genau erinnern, wie sie alle hierhergekommen sind. Der W\u00fcrfel ist durch milchig schimmernde transparente W\u00e4nde aus elektronischen Schaltplatten begrenzt. In der Mitte einer jeden der sechs identischen Seitenw\u00e4nde \u2013 es gibt keinen Boden und keine Decke im eigentlichen Sinne \u2013 befindet sich ein Schleusentor, das von Hand ge\u00f6ffnet werden kann. Man gelangt durch so ein Schleusentor nicht etwa ins Freie, sondern in einen anderen, gleichartigen Kubus, der sich auf den ersten Blick nur durch die Farbe des durchschimmernden Lichts unterscheidet. Doch das ist nicht der einzige Unterschied, wie die Gefangenen mit zunehmendem Entsetzen feststellen m\u00fcssen. In manchen dieser Kuben befinden sich t\u00f6dliche Fallen, die durch verschiedene Sensoren in Aktion gesetzt werden. Mal ist es das Gewicht einer Person, mal ein Ger\u00e4usch oder K\u00f6rperw\u00e4rme, die die Todesfallen zuschnappen lassen.<\/p>\n<p>Verzweifelt suchen die Gefangenen einen Ausweg und k\u00e4mpfen sich von W\u00fcrfel zu W\u00fcrfel vorw\u00e4rts, wobei ihre Anzahl durch die perfiden Fallen laufend dezimiert wird. Sie fragen sich immer wieder, wie und warum sie alle hierhergekommen sind. Warum gerade sie? Die Fragen werden mit zunehmender Verzweiflung gestellt. Und die, die immer noch einen k\u00fchlen Kopf bewahrt haben, antworten, dass es keinen Sinn habe, dar\u00fcber zu gr\u00fcbeln. Das einzige, was z\u00e4hle, sei, einen Weg nach draussen zu finden, und zwar schnell.<\/p>\n<p><em><strong>Diejenigen, die selbstverwirklicht sind, suchen bei der H\u00f6chsten Pers\u00f6nlichkeit Gottes Zuflucht, um aus diesem gef\u00e4hrlichen materiellen Dasein herauszukommen. Ohne den hingebungsvollen Pfad einzuschlagen, kann man den F\u00e4ngen des materiellen Daseins nicht entkommen (Auszug SB 5.14.38).<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Gefangenen auf ihrem endlos scheinenden Weg durch das W\u00fcrfellabyrinth irren, kommt immer wieder die nackte Verzweiflung hoch. Wer hat diese grausamen W\u00fcrfel erdacht und gebaut? Verschiedene Szenarien werden diskutiert: Wahrscheinlich ist dies ein geheimer Versuch des Pentagons \u2013 denen sei alles zuzutrauen \u2013 ist die Meinung des einen. Bestimmt eine weltweite, geheime Verschw\u00f6rung, meint eine andere. Ausserirdische Wesen oder irgendein verr\u00fcckter Milliard\u00e4r benutzen sie als Laborratten, sind andere Vermutungen. Aber alles Spekulieren hilft nicht weiter. Bei einem der Gefangenen kommt die Tatsache ans Licht, dass er bei der Planung dieses Wahnsinns-W\u00fcrfels mitgemacht hatte. Der Zorn der anderen richtet sich nun gegen ihn, und er wird bedroht und bedr\u00e4ngt, einen Ausweg zu finden. Er kenne keine Einzelheiten, entgegnet jener, er habe nur an der Aussenh\u00fclle mitgeplant. Auch stehe keine Verschw\u00f6rung und kein beabsichtigter Plan dahinter. Unz\u00e4hlige Einzelteile seien geplant und zusammengef\u00fcgt worden, und niemand habe die volle \u00dcbersicht bewahren k\u00f6nnen. Alles sei durch eine unvorhersehbare und undurchschaubare Eigendynamik entwickelt worden, die auch die Gefangenen selbst miteinbeziehe. Niemand trage die alleinige Verantwortung, sondern alle tr\u00fcgen Mitverantwortung am ganzen System, versucht der Angeschuldigte zu erkl\u00e4ren und zu beschwichtigen.<\/p>\n<p><em><strong>Aus Sri Krishna gehen alle manifestierten Universen hervor; Er ist es, der sie erh\u00e4lt, und von Ihm werden sie vernichtet. Nur durch Sri Krishna scheint die zeitweilige Manifestation der materiellen Universen Wirklichkeit zu sein, obgleich sie unwirklich ist. Sri\u00a0Krishna weilt in Seinem Reich, das f\u00fcr immer von der illusorischen Vorspiegelung der materiellen Welt frei ist (Auszug SB 1.1.1). <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Wenn die reine Seele in die materielle Welt eingegangen ist, wird sie von der materiellen Atmosph\u00e4re bedingt. So ger\u00e4t das Lebewesen unter die Kontrolle von Krishnas \u00e4usserer Energie, <\/strong><\/em><strong>daivi maya<\/strong><em><strong>. Das Lebewesen lebt verwirrt im Wald unter dem Einfluss der materiellen Energie, und durch den Zwang der drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur bekommt es verschiedenartige K\u00f6rper, einen nach dem anderen. So gelangt die bedingte Seele manchmal auf die himmlischen Planeten, manchmal auf die irdischen Planeten und manchmal auf die unteren Planeten und in die niedrigen Lebensformen. So leidet sie ununterbrochen aufgrund verschiedener K\u00f6rper. Diese Leiden und Schmerzen sind manchmal sehr heftig und manchmal nicht. Die Seele erwirbt diese k\u00f6rperlichen Zust\u00e4nde aufgrund ihrer mentalen Spekulation. Sie gebraucht ihren Geist und ihre f\u00fcnf Sinne, um Wissen zu erwerben, und diese erzeugen die verschiedenen K\u00f6rper und die verschiedenen Zust\u00e4nde. Das Lebewesen gebraucht die Sinne unter der Kontrolle der \u00e4usseren Energie, <\/strong><\/em><strong>maya<\/strong><em><strong> (Ausz\u00fcge aus SB 5. Canto, 14. Kapitel). <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Aufgrund seiner bestimmten Art von K\u00f6rper wandert das materialistische Lebewesen von einem Planeten zum anderen, w\u00e4hrend es fruchtbringenden T\u00e4tigkeiten nachgeht. Auf diese Weise verwickelt es sich in fruchtbringendes Tun und geniesst und erleidet unaufh\u00f6rlich das Ergebnis. Auf diese Weise bekommt das Lebewesen einen geeigneten K\u00f6rper mit einem materiellen Geist und Sinnen, je nach seinen fruchtbringenden T\u00e4tigkeiten. Wenn die Reaktion seiner jeweiligen T\u00e4tigkeit zu Ende geht, nennt man dieses Ende Tod, und wenn eine bestimmte Art von Reaktion beginnt, wird dieser Anfang Geburt genannt (SB 3.31.43-44). <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Es gibt f\u00fcr das Lebewesen vielfache Formen des materiellen Daseins, die sich nach der Arbeit richten, die es in Unwissenheit oder Vergesslichkeit seiner wirklichen Identit\u00e4t ausf\u00fchrt. Wenn jemand in diese Vergesslichkeit eintritt, kann er nicht verstehen, wo seine Bewegungen enden werden (SB 3.32.38).<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Die Gefangenen kommen mit der Zeit dahinter, wie sie die einzelnen W\u00fcrfel mittels an den Eing\u00e4ngen eingravierter Zahlenfolgen als sicher oder gef\u00e4hrlich bestimmen k\u00f6nnen. Eine der Gefangenen besitzt umfassende mathematischen Kenntnisse und kann die Gesetze hinter den Zahlenfolgen erkennen. Doch pl\u00f6tzlich schnappt eine Falle in einem als sicher identifizierten W\u00fcrfel zu, und es stellt sich heraus, dass die Zahlengesetze noch komplexer als angenommen sind.<\/p>\n<p><em><strong>Um ihre Leiden in diesem Wald der materiellen Welt zu lindern, l\u00e4sst sich die bedingte Seele manchmal von Materialisten billige Segnungen geben. Dies ist jedoch so, als springe man in einen seichten Fluss. Man bricht sich dabei nur das Genick. Die Seele kann die materiellen Leiden nicht verhindern (Auszug SB 5.14.13). <\/strong><\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr die neue Berechnung br\u00e4uchte die Mathematikerin einen Supercomputer. Doch da nennt der geistig behinderte Mitgefangene, der den meisten ziemlich auf die Nerven geht und der als grosse Gefahrenquelle betrachtet wird, das Resultat der Berechnung. Instinktiv und sekundenschnell rechnet er nun jede Zahl durch und wird so pl\u00f6tzlich zum Retter f\u00fcr alle. Ganz zu Beginn ihrer Gefangenschaft w\u00e4hnen sich alle durch die Talente und F\u00e4higkeiten eines Mitgefangenen, einem Ausbruchspezialisten, der schon vielfach aus Hochsicherheitsgef\u00e4ngnissen entkommen war, gerettet und folgten ihm. Er kennt sich aus mit Sensoren, die Alarm ausl\u00f6sen. Doch bald schon tappt er in eine Falle, die anders funktioniert, als er es gewohnt war, und das ist auch schon sein Ende. Dann zeigt sich pl\u00f6tzlich das rechnerische Talent der Mathematikerin als lebensrettend und als auch sie an ihre Grenzen stiess, brauchte es die irrsinnige mathematisch-intuitive F\u00e4higkeit des geistig Behinderten.<\/p>\n<p><em><strong>Die Menschen bezeichneten Jada Bharata gew\u00f6hnlich als verr\u00fcckt, dumm, taub und stumm. Sie misshandelten ihn, und Jada Bharata benahm sich vor ihnen wie ein Verr\u00fcckter, der taub, blind und stumpfsinnig war. Er wehrte sich nicht und versuchte auch nie, sie zu \u00fcberzeugen, dass er kein Verr\u00fcckter war. Wenn andere wollten, dass er etwas tat, so handelte er ihren W\u00fcnschen entsprechend. Welche Speisen er auch immer durch Betteln oder als Lohn bekommen konnte, ob in geringer Menge, schmackhaft oder verdorben, er nahm es an und ass es. Er bedeckte seinen K\u00f6rper nie, auch nicht im Winter in Regen und Wind. Immer lag er auf dem nackten Boden und rieb seinen K\u00f6rper nie mit \u00d6len ein und nahm auch nie ein Bad. Auf seinem schmutzigen K\u00f6rper trug er nur ein schmutziges Lendentuch. Von Leuten beleidigt und missachtet zog er umher. So blieben seine spirituelle Ausstrahlung und sein erleuchtetes Wissen verborgen, so, wie ein wertvoller Edelstein von Schmutz bedeckt ist (Ausz\u00fcge SB 5.9.9-10).<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Bald entdecken die Gefangenen, dass die Zahlen gleichzeitig Koordinaten enthalten und sie damit das Ausmass des gesamten Gebildes und ihre jeweilige Position darin berechnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em><strong>Es wird gesagt, dass es einen unzerst\u00f6rbaren Banyanbaum gibt. Seine Wurzeln sind nach oben und die \u00c4ste nach unten gerichtet und seine Bl\u00e4tter sind die vedischen Hymnen. Jemand, der diesen Baum kennt, kennt die Veden. Die \u00c4ste dieses Baumes, der durch die drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur gen\u00e4hrt wird, erstrecken sich nach oben und nach unten. Die Zweige sind die Objekte der Sinne. Der Baum hat auch Wurzeln, die nach unten weisen, und diese sind an die fruchtbringenden T\u00e4tigkeiten der menschlichen Gesellschaft gebunden. Die wirkliche Form dieses Baumes kann nicht in dieser Welt wahrgenommen werden. Niemand kann verstehen, wo er endet, wo er beginnt und wo sein Ursprung liegt (Bg 15.1-3).<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Durch die Berechnung der Koordinaten gelangen sie dann an den \u00e4usseren Rand des wahnwitzigen W\u00fcrfellabyrinths, das aus 27x27x27, also 19 683 W\u00fcrfeln besteht. Sie \u00f6ffnen die eine Luke und sehen nicht die Freiheit, sondern einen g\u00e4hnenden schwarzen Abgrund und jenseits davon eine glatte Wand. Der Gefangene, der durch seine Mitarbeit an der Aussenh\u00fclle einiges Wissen \u00fcber das W\u00fcrfelsystem besitzt, weiss, dass die Aussenh\u00fclle das Gebilde der Einzelw\u00fcrfel in einem Abstand von einer W\u00fcrfelseite umschliesst. Daher also der g\u00e4hnende Abgrund. Ein Versuch der Gefangenen, sich mit zusammengeknoteten Kleidungsst\u00fccken zur Aussenh\u00fclle abzuseilen, scheitert kl\u00e4glich. Das System l\u00e4sst sich nicht \u00fcberlisten, der Abgrund kann nur auf dem vorbestimmten Weg \u00fcberbr\u00fcckt werden.<\/p>\n<p><em><strong>Doch mit Entschlossenheit muss man diesen fest verwurzelten Baum mit der Waffe der Losl\u00f6sung f\u00e4llen. Dann muss man den Ort suchen, von dem man, wenn man ihn erreicht, nie wieder zur\u00fcckkehrt, und sich dort der H\u00f6chsten Pers\u00f6nlichkeit Gottes ergeben, dem Anfang von allem, von dem alles seit unvordenklichen Zeiten ausgeht (Auszug Bg 15.3).<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ein weiterer R\u00fcckschlag erfolgt durch die Feststellung, dass die einzelnen W\u00fcrfel in regelm\u00e4ssigen Zeitabst\u00e4nden ihre Position wechseln, \u00e4hnlich einem Ruby`s Cube. Sie sehen n\u00e4mlich, wie sich einzelne W\u00fcrfel aus dem Gesamtgebilde l\u00f6sen und wie Fahrst\u00fchle durch die g\u00e4hnende L\u00fccke sausen, um eine neue Position im W\u00fcrfelgef\u00fcge einzunehmen. Und dann folgt die Erkenntnis, dass diese Bewegungen gem\u00e4ss einem bestimmten Muster ablaufen und nach einer bestimmten Zeit alle W\u00fcrfel wieder an ihrer urspr\u00fcnglichen Position sind. Die Zahlen des ersten W\u00fcrfels, in dem sie zu Beginn waren, zeigte eine Koordinatenposition ausserhalb des ganzen W\u00fcrfelsystems an und musste somit die \u201cBr\u00fccke\u201d sein, die aus dem System hinausf\u00fchrt. So froh die Gefangenen \u00fcber diese Entdeckung sind, so gross ist auch ihre Frustration ob der Erkenntnis, dass sie einfach im ersten W\u00fcrfel h\u00e4tten warten sollen, bis er wieder an seiner Ausgangsposition war. Eine der sechs Schleusen w\u00e4re dann der Ausgang ins Freie gewesen. Alle Strapazen und Opfer vergebens \u2013 und doch n\u00f6tig, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen.<\/p>\n<p><em><strong>Diejenigen, die frei sind von Geltungssucht, Illusion und falscher Gemeinschaft, die das Ewige verstehen, die nichts mehr mit materieller Lust zu tun haben wollen, die befreit sind von der Dualit\u00e4t von Gl\u00fcck und Leid und die, frei von Verwirrung, wissen, wie man sich der H\u00f6chsten Person ergibt, gelangen in das ewige K\u00f6nigreich (Bg 15.5).<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Mittlerweile hat sich in der Psyche der Einzelnen einiges abgespielt, und der vermeintlich Vern\u00fcnftigste, der die F\u00fchrerrolle \u00fcbernommen hatte, rastet v\u00f6llig aus. Er beginnt sich f\u00fcr Enth\u00fcllungen seiner Psyche durch die Mitgefangenen zu r\u00e4chen. Jetzt, wo die Gefahr durch die mechanischen Todesfallen erkannt und unter Kontrolle ist, kommen die Gefahren seitens unberechenbarer psychischer Defekte. Dann endlich sind sie am Ausgang. Doch einer der \u00dcbriggebliebenen sieht pl\u00f6tzlich keinen Sinn mehr, das W\u00fcrfellabyrinth zu verlassen. Hier drin, so begr\u00fcndet er seinen Entscheid, sei der Wahnsinn begrenzt und \u00fcberschaubar, doch draussen m\u00fcsse er dem unbegrenzten Wahnsinn der Menschheit ins Auge blicken \u2013 da bleibe er lieber hier drin.<\/p>\n<p><em><strong>Ist ein Mensch, der vom Pfad der Transzendenz abirrt, nicht sowohl des spirituellen als auch des materiellen Erfolgs beraubt, und wird er nicht wie eine zerrissene Wolke vergehen, haltlos in jeder Beziehung? (Bg 6.38).<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Unter den Gefangenen bricht ein verzweifelter Kampf aus und l\u00e4sst schliesslich nur noch den geistig Behinderten am Leben. Langsam tritt er aus dem W\u00fcrfelsystem ins gleissend weisse Licht. Was das Licht und die Welt ausserhalb des W\u00fcrfelsystems ist, bleibt offen. Jeder kann sich seinen eigenen Reim darauf machen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben kann ganz sch\u00f6n hart sein \u2013 manchmal wenigstens. 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